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spurkagroß3SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE führen Dienstkleidung ein – Ungleichheiten der Beschäftigten sollen nivelliert werden

 Hamburg, 25.01.2015 Als erste Medien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden DER SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE geschlechtsneutrale Dienstkleidung für alle journalistischen Mitarbeiter einführen. Dies gaben heute die Gesellschafter bekannt. Hintergrund ist der weiterhin eklatante Frauenmangel in den Führungspositionen beider Redaktionen. Durch die einheitliche Kleidung, Projektname SPURKA, werden alle Mitarbeiter gleich gestellt.

„Wir sind der Wahrheit verpflichtet, keinem Geschlecht“, so der Vorstand der Mitarbeiter KG. Die von dem dänischen Nachwuchsdesigner H.C. Andersen eigens für den SPIEGEL-Verlag gestalteten Entwürfe sind unter www.mitarbeiter-kg.de ab sofort einsehbar. Bis zum 5. Februar können Mitarbeiter und Leser entscheiden, in welchem Anzug sie künftig die journalistische Elite des Landes sehen möchten. „ Alle Modelle garantieren einen neutralen Look. Primäre wie sekundäre Geschlechtsmerkmale werden durch seidig-schwingende Stoffe und harmonische Farbgebung überspielt“, erklärt Designer Andersen.

spurkagroß2„Wir freuen uns über die schicken Entwürfe und die neuen Töne im Haus“, so der SPIEGEL-Betriebsrat begeistert.

Der Entschluss zur Unisex-Kultur ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Nachrichtenmedien. Mit ihm setzt sich der SPIEGEL-Verlag, sowohl online als auch in Print, an die Spitze der Gleichstellungs-bemühungen in der gesamten Branche.

Bislang beteiligten sich vor allem die männlichen Mitarbeiter an der Macht im Hause. Eine Tatsache, die zuletzt der Antritt zweier Männer als Chefredakteure von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE bestätigte.

 

Durch das Tragen der SPURKA soll die Diskussion um die Besetzung neuer Positionen wieder losgelöst von der Geschlechterfrage geführt werden. „Wir wollen weiterhin durch exzellente Inhalte Schlagzeilen machen, nicht durch Genderfragen“, so die Gesellschafter in ihrem Beschluss. „Die neuen Dienstuniformen sind auch als Katalysatoren für Karrieren gedacht.“

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In einem nächsten Schritt zur Gleichstellung werden ab Herbst alle Artikel nur noch mit dem Nachnamen gezeichnet. Mit der Einführung der Dienstkleidung fallen im Haus auch Anreden wie „Herr“ und „Frau“ ersatzlos weg.

Anbei die Entwürfe zum kostenfreien Abdruck.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an spiegel@mitarbeiter-kg.de.

 

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